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KISS Fan since 1979 / from Germany Stuttgart

Posted on 01/18/2013
Meine persönliche Kiss tory ist etwas abenteuerlich da ich das wirklich große Pech hatte, 1967 auf der falschen Seite der Mauer in der Nähe von Berlin geboren zu sein. Was das heißt, kann wohl nur jemand verstehen, dem es ebenso ging. Kiss waren in dem Land namens DDR verboten und es gab keine Möglichkeit, Platten, T-Shirts oder was auch immer von Kiss offiziell zu kaufen. Meine erste „Begegnung“ mit Kiss hatte ich 1979 via Fernsehen. Da wurde ein Konzert gebracht welches sie, warum auch immer, in 2 Teile geteilt hatten. Ich saß mit meinen 12 Jahren vorm Fernseher und war hin und weg von dem ganzen Bombast der Show, den Effekten und der für damalige Verhältnisse recht harten Musik. So freute ich mich wie irre auf den 2. Teil. Saß wieder vorm Fernseher und musste erfahren, dass der wegen vieler Beschwerden von anderen Zuschauern nicht gesendet werden würde. Und dann war es irgendwie passiert: a new Kiss - Fan was born! Um sich mit Musik von Kiss zu versorgen musste das Radio herhalten und alles was man bekommen konnte, ob gute oder schlechte Qualität, wurde auf Kassetten festgehalten und behütet. In der DDR gab es einen blühenden Schwarzmarkt und ganz besonders Poster und Platten von Kiss waren heiß begehrt. Selbige konnte man zu horrenden Preise kaufen (eine LP kostete 100 – 150 Mark, ein Poster je nach Größe 20 bis ….. Mark). So gingen die wenigen Taschengelder schnell drauf und ich beschaffte mir Ferienjobs, um das finanzieren zu können. Meine erste Platte war eine Single Auskopplung von Paul Stanleys Solo Lp. Nicht grad DER Rock Hammer aber wenigstens schon mal WAS von Kiss. Mit Postern und Berichten von Kiss hatte ich mich im laufe der Jahre dermaßen eingedeckt, dass sogar die Decke meines Zimmers als Pinnwand herhalten musste. Für T-Shirts musste die rare „West - Verwandtschaft“ herhalten. Es war aber nicht so, dass ich mich getraut hätte danach zu fragen. Sie erfuhren mal, dass ich auf diese Band abfuhr und schickten mir dann eins. Ein weißes Shirt mit riesigem original Logo Aufdruck. Womit meine Probleme aber schon vorprogrammiert waren denn immer mal wieder, wenn ich das anzog, wurde ich deswegen von der Schule suspendiert. „zur Schaustellung faschistoider Symbole“, hieß es da. Wenigstens hielten meine Eltern zu mir so dass sich dieser Ärger in Grenzen hielt. Kiss waren verboten und an den Besuch eines Live Konzerts war überhaupt nicht zu denken. So erlebte ich die ganze Phase, Peter Criss’ Ausstieg, Ace Frehleys Abgang, der The Elder Flop (?), ihre Demaskierung und die Phase, wo sie unmaskiert auftraten, quasi nur aus der Ferne. Es gab während der vielen Jahre aber keine Zeit, wo ich an der Band und ihrer Musik zweifelte. Wahrscheinlich war ich schon mehr Fanatiker als Fan ;-). Insofern DAS in der Zone überhaupt möglich gewesen ist. Während eines Ungarn Urlaubs, 1987, deckte ich mich endlich mit Kiss Platten ein, soweit ich sie tragen konnte und mein Geld reichte. War nur noch die Schwierigkeit, diese über die Grenze in die DDR zu schmuggeln. Wobei ich weniger Angst vor den Konsequenzen hatte, sondern vielmehr darum bangte, dass man sie mir beim auffinden abnehmen würde. Wir fuhren aber mit einem Nachtzug, die Abteile waren übervoll und die Grenzer schienen mir ein wenig unmotiviert gewesen zu sein. Glück gehabt . Tja, und dann kam das Jahr 1989. Die Mauer fiel und der Markt für das vermisste war plötzlich offen. So verging nicht viel Zeit und ich hatte alles was es bis dato von Kiss auf Platte oder dann auch auf Cd gab bei mir zu Hause zu stehen. Man konnte jetzt sogar anspruchsvoll sein und sich nur Platten und Cd’s mit original Cover / Logo suchen. Was, wie ich feststellen musste, auch im anderen Deutschland nicht grad einfach war. Was nun noch fehlte war ein Live Konzert. Kiss dümpelten damals durch die Gegend und hielten sich mehr in den Staaten, England, Australien und bei Kiss Conventions auf. Nur eben nicht in Deutschland. Leider fehlte mir damals das nötige Kleingeld um zu einem Konzert ins Ausland zu fliegen. Am 26. August 1994 war ich bei einer Kiss Convention in Berlin wo auch Peter Criss anwesend gewesen ist und ein paar Lieder mit einer Coverband gespielt hat. Immerhin schon mal ein Anfang. Aber dann durfte ich erleben, wie ein Jugendtraum, welchen ich immer gehegt habe, wahr wurde. Die Kiss Reunion und damit verbunden die Möglichkeit, die Helden meiner längst vergangenen Kindheit wiedervereint, in voller Montur, mit Kostümen und ihrer Show live auf der Bühne zu sehen. Etwas, was ich mir nicht mal mehr erträumt hätte. Am 4. Dezember 1996, nach 17 Jahren, stand ich in der Berliner Deutschlandhalle und hörte zum allerersten male die Konzertansage überhaupt, live und laut: „you wanted the best…..“. Der Vorhang fiel und da oben standen sie, eben jene . Wie es mir dabei und in diesem Moment ging kann ich in Worte gar nicht fassen. Es war einfach…unglaublich….der Wahnsinn. Wenn ich z. Bsp. An das Intro von „Black Diamond“ denke, bekomme ich noch heute feuchten Augen. So habe ich den folgenden Jahren alles an Konzerten versucht nachzuholen, was ich zu Mauerzeiten entbehrt hatte. Und in diesem Jahr, 2010, möchte ich mein „Dasein“ als Kiss Fan, welcher ich nun seit über 30 Jahren bin damit krönen, dass ich „meine“ Band nicht nur live auf der Bühne treffe, sondern auch persönlich. Das Meet & Greet war am 26. Mai 2010 war für mich das Highlight! Thanks for so much years - thanks for the music - thanks for the beautyful moments!!!!
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